Über uns

Wir sind beide Quereinsteiger in der Landwirtschaft und pachten nun seit 2023 den schönen Weidboden. Das ist ein wunderbares, aufregendes uns forderndes Abenteuer.

Martina ist ursprünglich Ergotherapeutin. Um einmal etwas ganz anderes zu machen, hat sie einen Sommer auf der Alp verbracht und hat grossen Gefallen gefunden am vielen draussen sein, an der körperlichen Arbeit, dem Umgang mit den Tieren und an der Herstellung von Produkten. Das Alpfieber hatte sie gepackt und sie hat einen weiteren Sommer z’Alp verbracht und dabei als Sennin den Käse verantwortet. Es war ein Bauchentscheid, danach “all in” zu gehen und die Lehre als Landwirtin EFZ mit Schwerpunkt Biolandbau zu absolvieren.

Raphael hat an der ETH Umweltnaturwissenschaften studiert und 15 Jahre als Nachhaltigkeitsspezialist und Unternehmensberater mit Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft gearbeitet. In seinem Zivildienst hat er im Wallis auf Bergbetrieben gearbeitet und die Yak kennengelernt. Dabei hat er sich in die Yak und die Berglandwirtschaft verliebt und über 10 Jahre bei Rosula Blanc als Hilfshirte bei Yaktrekkings mitgewirkt. 2017 hat er vier eigene Yak gekauft und angefangen das Trekking in der Lenk aufzubauen.

Noch in Bern zuhause, haben sich unsere Wege eines Tages gekreuzt. Wir wurden ein Paar und haben eines Tages realisiert, dass wir Lust haben und alles was es dazu braucht, um gemeinsam einen eigenen Bauernhof zu bewirtschaften… Das einzige was uns noch fehlte war der Bauernhof.

Martina & Raphael

“Sag mal Martina…
wollen wir eigentlich zusammen einen Bauernhof haben?”

Während eines Jahres haben wir uns unterschiedlichste Betriebe angeschaut um herauszufinden, was für eine Landwirtschaft wir betreiben wollen. Über die Plattform zur ausserfamiliären Hofübergabe der Kleinbauernvereinigung haben wir mit viel Glück innerhalb kurzer Zeit den Pachtvertrag für den Weidboden unterschreiben können.

Wir durften einen sehr gepflegten aber einfachen 25 ha grossen Biobetrieb in der Bergzone 2 übernehmen. Unser Ziel ist es, im Vollerwerb von diesem Betrieb leben zu können, ohne zusätzlich noch auswärtiger Arbeit nachgehen zu müssen.

Wir sind vier Betriebszweige am Entwickeln:

Mit unserer Yak-Mutterkuhhaltung produzieren wir Fleisch, welches wir als Mischpakete und Trockenfleisch und Wurstwaren direkt verkaufen. Unsere Mutterkuhherde umfasst ca. 35 Yak. Die Tiere verbringen den Sommer auf der Alp über 2’000 m, was für uns zur Artgerechten Haltung dazugehört.

Mit einer kleinen Herde von 5-7 ausgebildeten, handzahmen Yak-Ochsen bieten wir Yak-Touren an. Gerne vermitteln wir den Umgang mit den Tieren oder bieten mit den Touren einfach eine etwas andere Art an, abzuschalten und in die Natur einzutauchen.

Da wir Freude am Pflanzenbau und am Anbau von Spezialkulturen haben und unser Hof einige Hektaren fast flaches Land bietet, sind wir den ehemals reinen Grünlandbetrieb am weiterentwickeln. Aktuell pflanzen wir Zitronenmelisse für Ricola an, planen ein Feld mit Pfefferminze und haben eine erste Ackerfläche für Kartoffeln umgebrochen. Auch Experimente mit Speisepilzen auf Frischholz sind am laufen. Hier werden wir uns in den kommenden Jahren weiterentwickeln.

Mit viel Freude verarbeiten wir aus unseren Rohstoffen haltbare Hofprodukte und verkaufen diese mit unseren Fleisch-Mischpaketen oder im Onlineshop. So sind schon der Zitronenmelissen- und Holunderblütensirup entstanden und bald wird es auch Rosmarinkräutersalz und Bärlauchpesto geben.

Der Betrieb

Wir versuchen einen ausgewogenen Umgang mit der Natur, Miteinander und uns selber zu pflegen.

Das heisst für uns ein Miteinander mit der Natur, biologische Bewirtschaftung unserer Flächen und sensibel bleiben für einen Artgerechten Umgang mit unseren Tieren. Wir möchten die bereits hohe Artenvielfalt hier auf dem Hof weiter fördern und beziehen dafür auch Inspration aus der Permakultur.

Das heisst aber auch, dass wir wachsam bleiben wollen, uns nicht zu überfordern. Manchmal ist weniger Mehr! Wir versuchen uns immer wieder Freiräume für Erholung, Freunde und Beziehung zu schaffen und trotz der vielen Arbeit die wunderbare Natur um uns herum geniessen zu können.

Zusätzlich bedeutet es auch, dass wir versuchen faire Preise für unsere Produkte zu verlangen, die unsere Arbeitsstunden angemessen entlöhnen. Wir möchten die KonsumentInnen letztlich dafür sensibilisieren, welcher Wert im Lebensmittel steckt.

Was uns wichtig ist

Auf unserem Flecken Erde wollen wir der Natur, den Tieren und Menschen Sorge tragen.

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